Am Fenster
Es regnete.
Beim Vorübergehen an einem alten, zerfallenen Haus, sah ich eine alte Frau am Fenster sitzen. Ihr Blick war starr und leer. Im Hintergrund richtete ein Mann im weißen Kittel das Bett her. Der Regen wurde stärker. Er klopfte wie wild an die Fensterscheibe, doch die Frau zuckte nicht einmal mit den Wimpern. Diese Leere in ihren Augen machte mich traurig. Sie brachte mich zum Nachdenken. Wie sieht meine Zukunft aus? Mit diesem Gedanken ging ich weiter. Dass meine Kleidung durchnässt war, störte mich nicht. Noch einmal sah ich in das zerfallene Gesicht dieser Frau und bemerkte nicht das Auto auf der Kreuzung.
Alles schwarz.
Ich öffne die Augen, mein Blick geht stur geradeaus. Regentropfen klopfen an die Scheibe, doch das stört mich nicht. Während ich versuche meine Gedanken zu ordnen, sehe ich ein junges Mädchen vorübergehen, das mich für einen kurzen Moment merkwürdig ansah.
Euer Senf dazu
3 Kommentare
15.07.2011
trollbär
Fenster in schwarz
Einen Punkt zieheich hier mal ab. Nicht weil die Story schlecht wäre, nein ganz im Gegenteil, sie ist aus Deiner Hand gut. Und dennoch, oder gerade deswegen möchte ich zwei Dinge kritisieren. Zum Einen würde ich den Titel anders wählen. Er erinnert zu sehr an den Song von City mit dem selben Titel. Zum Anderen hast Du gleich im ersten Satz eine Wortdopplung drin.
(altes zerfallenes Haus und altes Haus) Hier würde ich eine Alternative zu alt suchen. Sonst ein superguter Text, der auch meine Gedanken aufgreift.
15.07.2011
karin
Klasse,
sage ich da nur! Eine super tolle Überraschung zum Schluß...lach! Eine super Idee...!
Sonnige Grüße an Dich Spiesi! Karin
15.07.2011
julianne
hintergründig. teuflisch gut. lg julianne
