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Gedichte

Ein Tief

Speerwerfen - Im Seitenprofil gekreuzigt


Dein Speer
mit traurigen Worten gespickt
flog weit
und traf mich tief ins Herz

Jetzt steckt er schmerzend in mir
und ragt vorn und hinten weit heraus

So kann mir keine andere Frau
zu nahe kommen

Aber auf der anderen Seite
kann mir auch niemand mehr
in den Rücken fallen





Euer Senf dazu

19 Kommentare

15.07.2011 luca
große Sprachkunst, wirklich! und mit viel Aussage.

15.07.2011 lady.agle
Eine Symbolik, der ich zustimme. Sehr gut!

15.07.2011 szirra
dein Schutzschild in Form eines Speeres der dich getroffen hat zeigt deinen Lebenswillen und die Kraft dich nicht mehr für Verletzungen hergeben zu wollen.

15.07.2011 daedalus
interessantes Bild...und interessante Schlußfolgerung

15.07.2011 koollook
Sehr schöne Metapher des Speers, die du auch konsequent durchs ganze Gedicht ziehst und auch auf vielfältige art einsetzst. Hat mir gut gefallen, freu mich auf mehr.

15.07.2011 concortin
ich liebe solche pointenzugespitzte Surrealismen.

15.07.2011 sissi
eher ein Gedankensplitter... Poesie und Lyrik ... da bin ich die Falsche, um einen Kommentar abzugeben.

15.07.2011 kariologiker
Fragwürdig. das Spiel mit Floskeln ist eigentlich keine gute Gundlage für Poesie, denn sie konkretisiert komprimierend und so scheint mir hier die Lyrik gleich durch zwei Floskeln gebeutelt. Einmal der Pfeil Amors - hier der Speer - und zum anderen das Sprichwörtliche Jemanden in den Rücken fallen. Eine Symbolik reicht für eine Lyrik und bei dieser Anhäufung fehlt mir einfach das Konkrete. Es mag vielleicht nur ein Wortspiel sein und keine Lyrik, aber es ist als Poesie deklariert und nun muss ich damit leben.

15.07.2011 frederikspring
..aber Du kannst Dich selbst an die Wand nageln. Eine überraschende Idee, die allein es wert ist, Beachtung zu finden. Sprachlich fehlt noch so etwas wie eine Pointe oder der letzte Schliff.

15.07.2011 jean.philou.
schöne Assoziationen ... ... Du ziehst schöne Vergleiche, aber das Gedicht dürfte ruhig noch etwas länger sein. :-) Der Speer schmerzt, schreibst du. Und doch bleibst du wohl am Leben, solange er nicht wieder herausgezogen wird ... Schreib weiter so, guter Stil. LG; Jean Philou

15.07.2011 wolsherzkoeln
wirklich schön gemacht.

15.07.2011 ute
kurz und schmerzvoll, liebe Grüße Ute

15.07.2011 anonym
meine hochachtung ich verneige mich vor diesen worten. ein kurzes, metaphorisches und präzises bild so schonungslos und dennoch so tragisch dazustellen, verdient höchsten respekt. lieben gruß von einem fan ;-)

15.07.2011 anonym
Dazu kann man einfach nur eines sagen: Metaphorisch einfache ma nur geil.

15.07.2011 marion
Oh, das ist eine interessante Ansicht Finde ich wirklich klasse (nicht die Ansicht, sondern das Werk). Liebe Grüße und ***** , Marion

15.07.2011 anteus
bewegende Worte.traurig aber sehr treffend formuliert. Gefällt mir sehr gut.

15.07.2011 himmelskind
interessantes bild malst du hier mit deinen worten....

15.07.2011 noah
Liebe Spiesi, eine tolle Metapher und schön umgesetzt. Da ich den Menschen aber allgemein zu betrachten versuche wünsche ich mir (mir: Nun kann mir kein Mensch mehr zu nahe kommen Bestimmt aber hattest Du deine Gründe, dich auf Frau zu beschränken. Sieh diesen Beitrag also nicht als Kritik, sondern mehr als Ausdruck eines interessierten Lesers. Herzlichst, Noah

15.07.2011 zwietscha
Gefällt mir mal wieder sehr gut, obwohl ich den Untertitel etwas zu groß für dieses Gedicht finde, zumindest lenkt er die Erwartungen in eine andere Richtung und das beeinflusst dann beim Lesen. Vielleicht solltest du auf den Untertitel verzichten um dem Gedicht an sich mehr Raum zu geben? Liebe Grüße und bitte mehr.